Bei unseren Bemühungen um das natürliche Sprachsystem, dessen vollständige Darlegung und Begründung bisher noch nicht erfolgt ist, wurden auch „Redemodelle“ erarbeitet (vgl. bes. philologica pragnensia 8, 1965, S. 134–144). Natürlich haben wir in erster Linie an die Muttersprache gedacht und dabei schon im 2.–3. Schuljahr erfreuliche Erfahrungen gemacht. Aber weite Strecken des natürlichen – zugleich umfassenderen und doch einfacheren – Sprachsystems können schon jetzt auch dem Fremdsprachenunterricht dienen. An zwei praktischen Beispielen soll das hier gezeigt werden. Und zwar zeigt das Platzmodell die Grundsätze der Syntax an den Fügungsbildern nach der Dreisatzteillehre (die gesamte Subjekt-Prädikatsgruppe einschließlich Negation als Träger, Objekt und Adverbiale, zwischen denen es bekanntlich keine festen Grenzen gibt, als Satzlast, Attribut als Wortlast). Das Netzmodell zeigt, wie die Urteilsbereiche Ort, Zeit, Qualität und Quantität, „Klärung“ (=Modalität, Kausalität u. a. durchaus Zusammengehöriges) und dazu Sache + Name sich über die Rede ziehen. Diese Modelle ergeben mit ihrer sauberen Systematik einfachere und einprägsamere Übungen als die bisherigen Mischungen von Grammatik und Logik.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1970.04.08 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 1970 |
| Veröffentlicht: | 1970-09-01 |
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