1. Verwendung des Begriffs ‚Mitteilungswert‘
In der neueren grammatischen Literatur wird die Stellung der Glieder im deutschen Satz im wesentlichen durch zwei Faktoren erklärt: durch ihren grammatischen (morphologischen bzw. syntaktischen) Status sowie durch ihren Mitteilungswert. Obwohl der Verfasser die Auffassung vertritt, daß sich die Satzgliedstellung in erster Linie nach den syntaktischen Beziehungsverhältnissen der verwendeten Glieder (zueinander bzw. zum Prädikat) richtet, muß eingeräumt werden, daß es nicht möglich ist, auf dieser Grundlage eine vollständige Erklärung der Satzgliedstellung zu geben. Es ist deshalb verständlich und notwendig, daß viele Sprachwissenschaftler mit Nachdruck die Rolle des Mitteilungswertes für die Stellung der Glieder im deutschen Satz betonen. So verfahren z. B. Beneš, Erben, Fläming, Jung, Pfütze, Schmidt u. a. Bei der Beschreibung der Stellungsregularitäten verweisen die genannten Autoren teilweise auch auf andere Faktoren, doch betrachten sie den Mitteilungswert als wichtige, wenn nicht ausschlaggebende Ursache für das Zustandekommen einer bestimmten Stellungsfolge.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1972.01.09 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 1972 |
| Veröffentlicht: | 1972-01-01 |
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