Die neuerdings in Gang gekommene Diskussion zur Problematik der Stilzüge mag als Symptom gelten für das Ungenügen, das eine auf Objektivierbarkeit ihrer Aussagen bedachte linguistische Betrachtungsweise an einer derart hybriden und damit kaum exakt abgrenzbaren Größe finden muß, als die sich der Stilzug nach seinen Beschreibungen bzw. Definitionen in der Fachliteratur präsentiert. Es kann aber auch, wenn stilistische Verfahren linguistisch diskutabel bleiben sollen, kein Zweifel an der Notwendigkeit bestehen, eine Art Vermittlungsinstanz zwischen Stilelement und Stil eines Textes anzunehmen, eine Bestimmungsgröße des Verhältnisses der einzelnen Stilelemente zueinander – eine Funktion, die nach allgemein anerkannter Auffassung gerade dem Stilzug zukommen soll. Die umstrittenen Fragen der Kategorisierung und der Ermittlung von Stilzügen sind daher m. E. aufgehoben in der mehr oder weniger grundsätzlichen Frage nach dem linguistischen Status des Phänomens, von deren Beantwortung sie sich dann folgerichtig ihrerseits lösen kann.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1976.05.02 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 1976 |
| Veröffentlicht: | 1976-09-01 |
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