Im Jahre 1901 legte ein noch jugendlicher Autor der deutschen Leserschaft einen Roman vor, dessen abschreckender Manuskript-Umfang ein Jahr zuvor den Berliner Verleger Samuel Fischer zu jener berühmt gewordenen Forderung veranlaßt hatte, das Werk „um etwa die Hälfte zu kürzen“. Und in jenem Brief an den Autor hatte es weiter geheißen: „Ein Roman von 65 ausgedruckten Bogen ist für unser heutiges Leben fast eine Unmöglichkeit; ich glaube nicht, ob sich viele Menschen finden, die Zeit und Conzentrationslust haben, um ein Romanwerk von diesem Umfange in sich aufzunehmen.“ Der Autor jedoch hatte schließlich überzeugen können, und so erschienen 1901 die „Buddenbrooks“ ein Buch, dessen Untertitel – faßt man ihn ironisch auf oder nicht – von vornherein auf einen Familienroman verweist, und deutlich spürbar reflektiert Thomas Mann Momente und Tendenzen der eigenen Familiengeschichte, der Geschichte der Lübecker Patrizierfamilie Mann.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1970.04.10 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 4 / 1970 |
| Veröffentlicht: | 1970-09-01 |
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