In der Geschichte des Fremdsprachenunterrichts wie auch des Muttersprachenunterrichts hat es Auffassungen und Praktiken gegeben, nach denen die Belletristik der wesentliche, wenn nicht der einzige Gegenstand der Unterrichts war. Damit war auch die Literatursprache (hier im Sinne von Sprache der schöngeistigen Literatur) das wesentliche Medium, an dem sich die Schüler orientieren sollten und konnten. Die Sprache der Literatur wurde zur Norm erhoben, die zu erlernen war. Nicht die Sprachfertigkeit, nicht die Verständigung im Alltag, nicht die Fertigkeiten im verstehenden Hören, im Sprechen, im Schreiben standen im Vordergrund, sondern das Lesen, Verstehen und auch das Übersetzen der Dichtersprache. Die erhabene Norm, die vollendete Sprache des Dichters waren Ziele des Verstehens und der Verehrung.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2198-2430.1975.01.03 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 1975 |
| Veröffentlicht: | 1975-01-01 |
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