| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2198-2430 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-03-11 |
Dieser Artikel untersucht Unterschiede in der Gedächtnisrepräsentation von formalen und inhaltlichen Aspekten beim Lesen in der Erst- (L1) und Fremdsprache (L2), mit einem besonderen Fokus auf Deutsch. Mithilfe eines speziell entwickelten Eyetracking-Paradigmas werden in einer Reihe von Studien systematische Unterschiede aufgezeigt: Während L2-Leser tendenziell formale Oberflächeninformationen stärker im Gedächtnis behalten, können L1-Leser inhaltliche Informationen besser aufrechterhalten.
Diese Studie untersucht anhand des GeWiss-Korpus die Verwendung des Konnektors das heißt in mündlichen Prüfungen durch L1- und L2-Prüflinge. Die Analyse zeigt, dass das heißt verschiedene Verwendungsmerkmale aufweist, die eng mit den Anforderungen mündlicher Prüfungen verknüpft sind.
Die Studie untersucht Lexical Bundles in einem Korpus von 5,85 Millionen Token aus 263 Masterarbeiten von L1- und L2-Studierenden. Dabei liegt der Fokus auf den Unterschieden in ihren Gebrauchspräferenzen. Eine quantitative Analyse zeigt eine höhere Anzahl von Lexical Bundles im L2-Teilkorpus, was nahelegt, dass L2-Studierende stärker auf vorgeformte und vermeintlich sichere sprachliche Einheiten als Gerüst ihrer Sprachproduktion zurückgreifen.
In den nicht deutschsprachigen Ländern ist das Fach DaF mit Bezug auf den Erwerbs- und Anwendungskontext klar konturiert. Nehmen wir das Beispiel Italien: In einem Land, in dem Italienisch die offizielle Bildungssprache ist (mit Ausnahme der Regionen, in denen Bilingualismus gesetzlich anerkannt ist – dazu anschließend eine gesonderte Diskussion), wird Deutsch im institutionellen Schul- und Hochschulbereich ohne jegliche negative Konnotation als ‚lingua straniera‘, also als ‚Fremdsprache‘ bezeichnet.
Die Autor:innen dieser thematisch breit angelegten Einführung, die sich sowohl an Studierende und Fachkolleg:innen richtet, verstehen Migrationslinguistik als innovatives Forschungsfeld, das verschiedene sprachliche Aspekte der Migration interdisziplinär betrachtet. Dabei soll zum einen das theoretische Verständnis von Mehrsprachigkeit im Migrationskontext weiterentwickelt, und zum anderen eine Orientierung für die Bildungspolitik und die Bildungsinstitutionen geschaffen werden.
Dürfen bei einer Nominalisierung mehrere Argumente des Verbs als Genitivattribute realisiert werden wie in das Singen des Tenors der schwierigen Arie? Ist eine Aussage wie Es wird sich rührend um die Kinder gekümmert akzeptabel, oder müsste sie anders formuliert werden? Warum ist das jeweils so? Mit diesen Fragen plagen sich (nicht nur) Lernende des Deutschen als Fremdsprache. Antworten finden sie im Handbuch synonymer grammatischer Mittel im Deutschen.
Bis in die Gegenwart scheinen deutsche Bildungseinrichtungen mit DaZ und Sprachbildung / Sprachförderung zu hadern. Zu diesem Schluss muss mit aufwändiger Empirie auch Hilke Lindner-Matthiesen in ihrer Dissertation kommen, die arbeitsmarktfördernden Maßnahmen des quartären Bildungsbereichs verschrieben ist: Sprachförderung könne dort als „Stiefkind“ der Sprachlehr- wie auch Bildungsforschung gelten. Mit Blick auf einerseits das Leitungspersonal und andererseits die DaZ-Lehrpersonen bei Bildungsträgern im quartären Bildungsbereich heißt es gar: „Hier treffen Quereinsteiger auf Quereinsteiger“.
Die vorliegende Dissertation befasst sich mit dem Thema der Reduktion der Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit anderen Erstsprachen in der Lehrerinnenausbildung. Da diese Problematik bisher nur marginale oder oberflächliche Beachtung in den universitären Lehrveranstaltungen erhält, ist dieser Ansatz zu begrüßen, denn hier wurde in den vergangenen Jahrzehnten viel versäumt – das gilt auch für die derzeitige Praxis.
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